Ich habe jetzt noch die Bilder im Kopf…

 

Von Lot­to­ge­win­nern und Wei­ter­ent­wick­lern haben wir ja bereits gehört. Dem­ent­spre­chend wich­tig sollte jedem nun auch eine regel­mä­ßige Refle­xion des täg­lich Erleb­ten erschei­nen. Und das in einer mög­lichst posi­ti­ven Art und Weise — die Feh­ler suchen wir ja ohne­hin viel zu oft und des Nega­ti­ven sind wir uns auch immer zur Genüge bewusst. “Zu viel Mehr­auf­wand” höre ich die einen bekla­gen, wäh­rend andere mei­nen “die­ser men­tale Hokus­po­kus ist doch nichts für mich!” Beide möchte ich umstim­men. Beide möchte ich vom Gegen­teil über­zeu­gen. Und alle möchte ich dazu anhal­ten, sich ein­fach ein­mal hin­zu­set­zen und jeden Tag posi­tiv zu reflek­tie­ren. Das muss gar nicht lange und aus­führ­lich sein — ganz im Gegen­teil: Die neu­es­ten Erkennt­nisse der Psy­cho­lo­gie von Glück und Zufrie­den­heit zei­gen, dass bereits eine kurze, stich­punkt­ar­tige Schnell­re­fle­xion quasi “aus der Hüfte her­aus” reicht. 3 Dinge über die man am lau­fen­den Tag dank­bar ist, 3 kleine Erfolge, 3 Über­ra­schun­gen, 3 glück­li­che Momente rei­chen, um lang­fris­tig glück­li­cher und damit auch erfolg­rei­cher zu wer­den. Wer das noch immer nicht glau­ben kann möge hier, hier (mit einem Arbeits­blatt hier) oder hier (mit der Auf­gabe hier) nach­le­sen oder eines der zwei Videos anse­hen (am bes­ten beide).

Wer schon über­zeugt ist, kann ent­we­der gleich selbst los­le­gen oder zuerst ein­mal lesen, was mein — doch ansons­ten etwas durch­wach­se­ner und anstren­gen­der — Tag an Posi­ti­vem bereit hielt. Die Videos soll­tet ihr aber trotz­dem anse­hen — sehr emp­feh­lens­wert!  Meine klei­nen und gro­ßen pri­va­ten Erfolge möchte ich hier nicht lange breit tre­ten. Viel wich­ti­ger ist es, im Sinne von Lot­to­ge­win­nern und Wei­ter­ent­wick­lern, auf die posi­tive Seite des Leh­rer­all­tags zu bli­cken. Und ich lade alle ein, hier mitzumachen.

Meine 3 klei­nen und/oder gro­ßen Glücks­mo­mente heute:

  1. “Ich habe jetzt noch die Bil­der im Kopf…
    …und möchte diese Tech­nik auch wie­der ein­mal ein­set­zen!” war eine Rück­mel­dung von gleich meh­re­ren Schü­le­rIn­nen (5. Schul­stufe), nach­dem wir eine Gedächt­nis­tech­nik erar­bei­tet haben, mit deren Hilfe man sich lange Lis­ten von Wör­tern (Voka­beln, Lis­ten, etc.) ganz ein­fach und spie­le­risch anhand von leb­haf­ten, bild­li­chen Asso­zia­tio­nen in der genauen Rei­hen­folge, in der man sie vor­fin­det, mer­ken kann (ähn­lich zu dem).
    Warum? Weil ich wahr­schein­lich selbst sehr begeis­tert war von die­ser Tech­nik und diese Begeis­te­rung heute auch rüber­brin­gen konnte.
  2. “Dann gibt es ja eigent­lich gar kei­nen Grund, Daten im Inter­net kom­plett öffent­lich zu machen, außer wenn man eine Firma ist.“
    Wie­derum eine Rück­mel­dung mei­ner Infor­ma­tik­grup­pen, nach­dem wir uns wäh­rend der Safer-Internet-Woche mit der Pri­vat­sphäre im Inter­net, per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten und sozia­len Netz­wer­ken aus­ein­an­der­ge­setzt haben.
    Warum? Eine gute Dis­kus­sion mit gut gewähl­ten (Negativ-)Beispielen und einer län­ge­ren Refle­xion der eige­nen Per­son und dem Umgang damit im Inter­net. Lehr­ziel erreicht!
  3. “He sits in the tree, wat­ches the wolf, and pho­nes the girl because he’s sca­red.“
    Eine Ant­wort eines Schü­lers (14 1/2 Wör­ter!), der sich bis­her — vor allem münd­lich — immer sehr schwer getan hat (und natür­lich noch immer tut) auf die Frage “And what does he do in the tree?” im Rah­men der Bear­bei­tung einer Geschichte.
    Warum? Zeit geben zum Den­ken, nicht locker las­sen, moti­vie­ren und for­dern. So kann’s wei­ter gehen!
  4. Und weil es so schön ist zum Start einer sol­chen Serie noch eine Drauf­gabe: Ein Gespräch
    … mit einer Kol­le­gin, das mir wie­der ein­mal gezeigt hat, dass wir uns alle regel­mä­ßig sehr ähn­li­che Gedan­ken machen. So ein­zig­ar­tig sind unsere Pro­bleme meist nicht, man ten­diert aber meis­tens dazu, dies etwas außer Acht zu las­sen. Neben einem berei­chern­den Abend­es­sen, einem ange­reg­ten Aus­tausch und ein paar wit­zi­gen Minu­ten war das wie­der ein Licht­blick an einem viel zu lan­gen, anstren­gen­den Tag.
    Warum? Sich Zeit neh­men für kür­zere und län­gere Gesprä­che. Dar­auf sollte man ein­fach nicht ver­zich­ten, auch wenn es noch so stres­sig ist.

Teile auch du deine (posi­tive) Refle­xion und zeige, dass es regel­mä­ßig auch Posi­ti­ves aus den Klas­sen­zim­mern die­ses Lan­des zu berich­ten gibt.

Bern­hard (28 Posts)

Bern­hard stu­dierte Inter­na­tio­nale Betriebs­wirt­schaft sowie Stra­te­gie, Inno­va­tion und Con­trol­ling mit den Schwer­punk­ten Inter­na­tio­na­les Mar­ke­ting, Unter­neh­mens­grün­dung, Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment und Beha­vio­ral Finance in Wien, Mon­treal und Neu-Delhi. Er sam­melte in meh­re­ren inter­na­tio­na­len Pro­jek­ten und Unter­neh­men Erfah­run­gen im Bereich Con­sul­ting, Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment, Social Entre­pre­neurship und Ven­ture Capi­tal. Der­zeit ist er als Leh­rer für Eng­lisch, Mathe­ma­tik und Infor­ma­tik an einer Neuen Mit­tel­schule im 10. Wie­ner Gemein­de­be­zirk tätig.


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